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Burnout Revenge und Team Penning

Es ist Freitagabend, der 30. Juni 2006. Ich bin etwas geschwächt von der Woche und der Wärme – es hängen 30 Grad Celsius in Form von abgestandener Luft unter der Schlafzimmerdecke im Moment, und die allgemeine Arbeitswoche war auch eher anstrengend. Außerdem fing es heute Morgen schon spannend an: Elfmeterschießen zwischen Deutschland und Argentinien, das mussten wir direkt im Büro via live feed gucken. Elfmeterschießen konnten die deutschen Mannen schon immer, gute Nerven.

Heute möchte ich ein wenig über die wunderbare Welt der Computerspiele philosophieren! Für diejenigen von Euch, die das schon wieder vergessen haben: Seit letztem Jahr betätige ich mich in der Xbox und Windows Gaming Division bei Microsoft. Auf meine alten Tage hampel ich mich nun mit Videospielen ab, eigentlich unfassbar, aber bisher soweit ganz spaßig. Unser Produkt – XNA – werde ich zu einem späteren Zeitpunkt kommentieren, da es dazu momentan noch keine erwähnenswerten Stories gibt.

Lustig dagegen war folgendes diese Woche: In der wunderschönen Seattle Benaroya Hall (Symphonie) fand die Seattle Casual Game Conference statt. Casual Games sind so kleinere oft ziemlich alberne Computerspiele (Puzzles und so Zeug), mit denen man auf der linken Arschbacke etwas Zeit totschlagen kann. Auf der Webseite von Big Fish Games gibt’s Beispiele dafür. Jedenfalls war da eine dreitägige Konferenz für Entwickler und Publisher solcher Spiele, und wir sind da auch ganz vergnügt hingetrabt am Donnerstag, dem „Entwicklertag“ des Programms. Ach Du großer Gott, absolut grottenschlecht. Fürchterlichste Präsentationen von Leuten, die kaum auf dem Laptop die Taste finden konnten, um ihre PowerPoint-Präsentation auf die nächste Seite zu avancieren. Aber das beste war noch, als ein Entwickler von HipSoft ganz toll demonstrierte, dass sie jetzt ihr Spiel „Gem Shop“ auch auf holländisch anbieten. „Yes, it’s great, with our new resource system, we can quickly localize into other languages, like this Dutch version.“ Schwupp – der Beweis auf der Riesenleinwand: Die holländische Version. Komischerweise alle Wörter auf deutsch. Lieber Universaldilettant als Fachidiot, oder wie war das noch? Naja, wahrscheinlich hat’s außer mir keiner gemerkt.

Da lob ich mir doch die echten Indie-Entwickler, wie zum Beispiel Jon Fujioka, ein Ex-Microsoftee, der in seiner Freizeit inzwischen recht lustige Spiele zusammenschustert, wie dieses absolut coole Rinderherdeneintreibspiel „Team Penning“. Geht mal auf die Webseite und guckt Euch den Videotrailer an.  Sabine, Maike und Claudia: Glaubt mir, es lohnt sich.

 
Immer wenn ich mal schlechte Laune bei der Arbeit hab und denke, dass ich mit Computerspielen durch bin und lieber wieder in die wunderbare Welt von Visual Studio oder Windows oder Office zurückkehren täte, dann guck ich mir dieses Video an, und schon ist der Seelenfrieden wieder hergestellt. Zugeben muss ich jedoch, dass ich das Spiel noch nicht installiert und gespielt habe. Mir reicht der Trailer. Allein schon die Musik!  Gerry meinte das wäre ein Emerson, Lake and Palmer rip-off. Könnte sein, aber da mir diese Kapelle nur vom Namen her bekannt ist, kann ich das nicht bestätigen.

Seit November nenne ich ja auch eine schicke Xbox 360 mein Eigentum. Eine feine kleine Kiste, kann man nicht anders sagen, auch, wenn man eigentlich nicht besonders auf Spiele steht. Besonders gut gefällt mir das Xbox Live Feature. Allerdings hab ich länger suchen müssen, bis ich mal ein Spiel auch spielenswert fand: Burnout Revenge. Ein Autorennen, bei dem man anderen Verkehrsteilnehmern voll in die Seite oder hintendrauf brennen muss. So oft und so doll wie möglich. Das gibt extra Punkte und macht Laune. Die Grafiken sind gut, und das Spiel ist insgesamt wirklich klasse gemacht. Wenn man sich tagsüber stundenlang mit nervigen Leuten abgegeben hat, dann bietet es abends vor’m Zubettgehen ein gutes Abreagierventil. Der Soundtrack ist auch passabel – zumindest muss man den Ton nicht sofort panisch abstellen (wie bei den meisten anderen Spielen).  

    

So, genug für heute! Es ist übrigens mal wieder ein verlängertes Wochenende – am 4. Juli ist hier Independence Day mit Riesenfeuerwerk und so. Da das am Dienstag ist, nimmt man sich Montag vorsichtshalber frei. Man weiß ja nie.

Dickste Grütze an Euch Alemannen! Bis in Kürze. T.

 

Categories: Videospiele
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