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Ach wie schön ist Ibiza

Es ist jetzt Samstag hier in Seattle. Wir schreiben den 28. Juli 2007. Die letzten Wochen waren arbeitstechnisch eher anstrengend, daher gibt’s erst heute ne neue Story: Der kleine Ibiza-Reisebericht unseres einwöchigen Besuchs dort im Mai.

Aber bevor ich damit loslege, kurz ein kleiner Buchtipp: Rocko Schamoni „Dorfpunks“. Ich kaufte das dünne Taschenbuch im Mai in Hamburg und las es jetzt hier in Seattle – da kommen alte Erinnerungen an meine eigene Dorfjugend und Reisen nach Roskilde hoch! Meine Lieblingslektüre auf Ibiza war „Zusammen ist man weniger allein“ von Anna Gavalda. Grauenhafter Titel, aber tolle Geschichte.

So, jetzt aber ab nach Ibiza. Am 28. April flogen meine Mom und ich direkt von Hamburg nach Ibiza-Stadt, mit Air Berlin in nur zweieinhalb kurzweiligen Stunden. Dort angekommen mussten wir ewig lang auf unseren Mietwagen in einem typisch spanischen Saftladen warten. Gelangweilte Mitarbeiter hingen in der Abendhitze über’m Schreibtisch. Endlich gab’s dann doch den Schlüssel zu einem quadratisch praktischen Fiat Punto und ab ging’s Richtung Inselmitte. Wir hatten uns mit Maria verabredet, mit der wir uns zwecks Schlüsselübergabe und Eskort zur Finca Can Am in San Miguel treffen wollten. Das war umständlicher als ich es mir vorgestellt hatte, aber endlich fanden wir das besagte Straßenschild, wo Maria schon in ihrem noch feineren Fiat Panda mit Berliner Kennzeichen auf uns wartete. Ein komplett erodierter steiler Auffahrtsweg im Dunkeln war dann die letzte Hürde – endlich standen wir vor der Finca, die in völliger Alleinlage zwischen den Pinien auf einem wunderschönen Hügel lag.

Finca Can Am San Miguel Ibiza Blick aus meinem Zimmer in der Finca Finca Umgebung

Die Woche davor hatte es gerade schlimm gestürmt in Spanien, und an diesem Abend war noch ein bisschen von der Kühle und Klammheit zu spüren. Ich hatte mir das schon gedacht, weil Begoña uns warnte, also hatten Mom und ich jeweils eine Wärmflasche im Gepäck. Ich eine rote, Mom eine blaue. Das waren Lebensretter in der ersten Nacht. Meine Mutter weigerte sich sofort, alleine in einem Zimmer zu schlafen, da die Finca so im Stockdunkeln richtig unheimlich wirkte. Wir bezogen also das Doppelbettzimmer zusammen, füllten unsere Wärmflaschen und stapelten alle im Hause befindlichen Bettdecken über uns. Eine ruhige etwas klamme Nacht folgte. Am nächsten Morgen wachten wir in strahlendem Sonnenschein auf und guckten uns erstmal die Umgebung der Finca an – wunderschön alles. Mehrere spanische Katzen eroberten sofort das Herz meiner Mutter, worauf sie flugs eine der von mir mühsam mitgeschleppten Dosen Bärenmarke an die Schreihälse verfütterte! Da nichts im Haus war fuhren wir an den nächstbesten Strand, um uns mit Cafe con Leche und Croissants a la Plancha vollzustopfen. Ganz prima. Abends holten wir Begoña aus Madrid vom Flughafen in Ibiza-Stadt ab, bei dem wir uns inzwischen bestens auskannten (so groß wie der ZOB in Heide). Mit Bego kam uns die Finca dann auch gleich nicht mehr ganz so leer vor.

Evi und Bego Wohn und Esszimmer in der Finca Morgens auf der Finca

Die nächsten Tage zogen wir kreuz und quer über die Insel. Zunächst mal die Altstadt von Ibiza. So ne richtig malerisch auf einem Hügel gelegene verschlungene Geschichte mit engen Gassen und alten Fassaden und Leuten, die touristenignorierend ihrer Alltagsroutine nachgehen.

Altstadtgemaeuer Altstadttreiben

Daecher von Ibiza Ibiza Stadt vom Wasser

Ibiza Altstadt Fassade Ibiza Altstadt Gasse

Ibizenco Look AdLib  Wasser mit gruen

Jeden Tag fuhren wir an einen anderen Strand. Am schönsten war der Ausflug nach Salinas im Süden der Insel. Riesige Salzwiesen direkt am Wasser – voller toter Fische mit dem Bauch nach oben schwimmend. Am Ende eines Schotterwegs fanden wir eine kleine Strandkneipe mit aus Treibholz genagelten Sitzgelegenheiten, wo wir uns eine ganze Weile aufhielten, Avocados aßen und auf das blaue Wasser guckten. Diese Kneipe muss nachts der Hammer sein – Party Central!

Salzfelder 2 Salzberg Salzfelder

Coolster Partyspot auf Ibiza Salzkristalle vom Boden aufgelesen

Dann wieder kreuz und quer mit dem Fiat über die Insel, mal hier Stop zum Cafe con Leche, mal da ein FKK-Strand („Nee“, meinte meine Mutter entschieden, „hier will ich wieder weg!“). Und natürlich gab es jeden Tag leckere spanische Köstlichkeiten.

Paella Prost IMG_1092

Bego zieht iübrigens Akkordeonspieler an – auf Ibiza schon wieder… Wie auch damals in Córdoba.

Begos Lieblingsbeschaeftigung im Urlaub 3 Begos Lieblingsbeschaeftigung im Urlaub Begos Lieblingsbeschaeftigung im Urlaub 2

Alles in allem eine nette kleine Urlaubswoche auf einer wunderschönen Insel im Mittelmeer, wo jeder Deutsch spricht, was wir komisch fanden. Fast ein bisschen nervig, um ehrlich zu sein.

Ibiza Westseite Sonnenuntergang In the sun Muehle im Sonnenuntergang

Einer der vielen schoenen Straende Strandschoenheiten

Ein alter Ford Fordis Amaturen

So, genug für heute – es ist inzwischen schon Sonntag und ich muss mich jetzt mal um andere Dinge kümmern. Vielleicht wieder zum Reiten (obwohl ich mir letzte Woche den linken Mittelfinger verstaucht hatte, was gestern beim Reiten auch noch ziemlich unpraktisch war, au) und dann noch ein bisschen zum Pike Place Market. Das wär doch mal ein Plan für einen leicht diesigen Sonntagnachmittag. 

Dies ist übrigens mein erster Blogeintrag, den ich mit Windows Live Writer verfasst habe. Gar nicht so schlecht. Das einzige, was ich nach wie vor sehr umständlich finde, ist das Einbetten von Fotos. Aber mit Details zu dem Thema will ich Euch nicht langweilen, denn geschafft hab ich’s ja letztendlich.

T.

P.S.: Inzwischen ist schon der 2. August und ich musste gerade meinen Blogeintrag noch einmal komplett neu erstellen. Der Grund? Die Hälfte der Fotos zeigte plötzlich nicht mehr an. Ich gebe Windows Live Writer noch eine Chance. Das Ding hat außerdem die längste Boot-Zeit von allen Anwendungen, die ich bisher verwendet habe, ganz ganz furchtbar lahm.

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