Sommer in Seattle

August 15, 2011 Leave a comment

Es ist Sonntag, der 14. August 2011, 19 Uhr am Abend. Ein schönes Wochenende liegt hinter mir, mit Sonne und zwei Strandbesuchen! Eigentlich wollte ich mir Freitag schon frei nehmen, musste aber an einem Konferenzgespräch teilnehmen, so startete ich den „freien“ Tag also um 8.00 Uhr mit Milchkaffee im Bett, dann Telefonat von 9.00 Uhr bis mittags, dann stach die Sonne endlich durch die morgendliche Nebelwolkendecke, ich packte Decke und Buch ein und fuhr zum Alki Beach. Nett war das! Samstag waren wir noch einmal mit Sheila auf Camano Island.

Sheila at Livingston Bay Camano Island

Das ist eine nette Halbinsel kurz vor den San Juan Islands. Von Seattle fährt man einfach eine Stunde gen Norden, dann links ab auf die Insel. Ist eine Rentner- und Wochenendbesucher-Gemeinde mit schönen Stränden und Parks. Wir pflanzten uns eine Weile in den Sand und liefen dann noch durch ein schönes mit malerischen Auen durchzogenes Naturschutzgebiet. Wunderschön zum Spazierengehen!

Camano Iverson Point

Dieses Mal passten wir besser auf als bei unserem letzten Besuch, wo Sheila es leider nicht lassen konnte und so dicht an ein Auenufer herantrat, dass sie mit einem Mal – schwupp – hineinplumpste. Sie geht durchaus gern ins Wasser normal, aber das war wirklich ne stinkige, scharze Moorau, freiwillig wäre sie da nicht hineingehüpft. Markus zog sie am Halsband jaulend heraus: ein schwarzes Moorschlammschwein.

Moorau

Oh Gott. Wir zurück zum Auto, rätselnd, wie wir diesen stinkenden, schleimigen Hund nach Seattle zurücktransportieren sollten. Zum Glück war direkt neben dem Parkplatz eine nette ältere Dame mit Gartenschlauch in der Hand dabei, ihre Rosen zu wässern. Wir baten um temporäre Verwendung eben diesen Schlauches, sie stimmte nach einem Blick auf Sheila sofort zu und holte uns sogar Hundeschampoo mit Duftnote grüner Apfel. Ihre scharze Labradorhundin Abby sah dem Ganzen interessiert zu. 10 Minuten später war Sheila wieder autositzfein und wir erleichtert, dass wir unsere Tagestour ohne Pestilenz fortsetzen konnten! Abends kam sie bei mir vorsichtshalber noch einmal richtig in die Badewanne, just in case.

Sheila gets a bath

Wir haben in den letzten Wochen wirklich schöne Tagestouren unternommen, obwohl der Sommer hier auch nicht so wahnsinnig toll war, aber ab und zu hatten wir Glück und sind dann immer sofort auf eine der Inseln gefahren. Hier ein paar Fotos von einer Tour im Juli nach Bainbridge und zurück via Clinton/Edmonds.

Start an den Piers in Seattle:

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Dann rüber auf die Insel!

Bainbridge and Olympic Peninsula

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Und wenn wir keine Lust zum langen Autofahren haben, dann tut’s auch Lincoln Park in West Seattle. Sieht doch genau so aus wie auf den Inseln!

Christina and Sheila Lincoln Park Beach

Und hier ein Biberdamm mit Schildkröten drauf (Lake Washington, Seward Park):

Turtles on a beaver dam

Turtle stack

Übrigens hatte ich neulich einen richtig lustigen Traum. Ich war in Deutschland und es war gerade Bundestagswahl angesagt. Ich wollte auch mal wieder wählen. Also sah ich mir die Liste der Parteien an, die man wählen konnte. Sie enthielt die folgenden drei Parteien:

  1. CSU
  2. Wien
  3. Patentamt Hamburg

Da musste ich mir also erstmal Rat von meiner Mom holen, welche Partei ich denn nun wählen sollte, ich kenne mich schließlich mit nichts mehr aus in Deutschland!

Ich: „Was sind das eigentlich für Parteien, Mami. Ich weiß ja gar nicht, welche ich wählen soll.“
Mom: „Da musst Du Jürgen fragen, der kennt sich damit bestens aus.“
Tina: „Und, welche Partei hast Du gewählt?“
Mom: „Patentamt Hamburg“

Beim Aufstehen hat’s mich direkt geschüttelt vor Lachen.

Ich schickte meiner Mutter den Traum per Email und beim nächsten Telefongespräch sagte sie mir, sie hätte ihn Jürgen erzählt, der daraufhin nur sagte: “Du hast Dich auf jeden Fall für die richtige Partei entschieden!”

+  +  +

In Lakeview ist alles beim Alten. Meine Willies haben gerade mal wieder Kleine, also schleppe ich schon wieder tütenweise billiges Hundefutter an.

Willies

Und Misha und Kami geht es auch bestens.

Misha

Hoffe, bei Euch ist auch alles im grünen Bereich! Bis in Bälde,

T.

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Categories: Seattle

Kaffeeausstellung und Teesalon

June 21, 2011 Leave a comment

Am Samstagnachmittag, d. 18. Juni 2011 waren wir beim Northwest Coffee Festival in Seattle. Eine richtig super coole Ausstellung im Seattle Center mit den größten Kaffeeröstern aus der Umgebung. Man zahlte $15 Eintritt und bekam 6 Tickets ausgehändigt, mit denen man Espressogetränke und Schokoladenproben erwerben konnte. Nach einer Stunde waren wir absolut überkaffeiniert. Genug für’s gesamte Wochenende.

Bei Victrola und Zoka war am meisten los. Vielleicht hatten die auch nur die am besten aussehenden Baristas.

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La Marzocco schien den Event gesponsort zu haben, alle zapften nur auf der Hardware. In einer Ecke waren neue Espressomaschinen für den Hausgebrauch ausgestellt.

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Sonntag wollten wir endlich mal wieder zum Dim Sum in Seattles International District. Im Restaurant Jade Garden gibt’s das beste Dim Sum in Seattle.  Die Warteschlange war natürlich mal wieder kolossal (über eine Stunde), also marschierten wir ein bißchen in der Gegend herum und fanden einen wunderschönen Teeladen, New Century Tea Gallery (Maynard Ave S, Parallelstraße von Jade Garden). Die nette Besitzerin lud uns an diesen wunderschönen Tisch zu einer traditionellen Teezeremonie ein. Sie kochte das Wasser und goss den ersten Aufguss zuerst über die beiden kleinen Buddhafiguren auf dem Tisch, dann schenkte sie uns Tee in hübsche kleine Schälchen.

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Es war ein richtiges Erlebnis! Der Tee, der uns serviert wurde hieß Monkey Pick Oolong. Wunderbar. Ich kaufte eine winzig kleine 2 Unzen-Tüte, die $20 kostete (sauteuer, das Zeug). Das ganze Geschäft war einfach schön:

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Animiert kehrten wir zur Warteliste bei Jade Garden zurück, freundeten uns mit einem Pärchen aus Tampa (Florida) an, und labten uns endlich an Shrimp-Bällchen, gefüllten Teigtaschen und klebrigem Reis, der in Blätter eingehüllt im Bambuskörbchen serviert wurde.

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Ein richtig schönes Wochenende!

T.

Categories: Seattle

Seattle Startup Weekend 2011

June 20, 2011 Leave a comment

Vom 10. bis 12. Juni 2011 fand in Amazons neuen Gebäuden in Westlake das Seattle Startup Weekend statt.

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Startup Weekends werden in verschiedenen Städten in regelmäßigen Abständen veranstaltet, mit großem Erfolg, wie’s scheint. In Seattle war Startup Weekend einen Monat vorher schon ausverkauft. Tickets waren günstig – $75 für frühzeitige Registrierung, danach ging’s rauf auf $99. Und so lief es ab: Am Freitagabend ging’s los, die 200 Teilnehmer trudelten so gegen 18:00 Uhr ein. Dann erstmal Präsentationen und “rules of engagement”. Im Anschluss kurze Gruppentherapie: Man wurde in kleine Grüppchen eingeteilt, musste sich zwei Wörter von einem Flipboard aussuchen (wir bekamen Sasquatch und Tide) und sollte damit einen 60 second pitch erstellen. Aufwärmübung. Danach standen 60 Leute Schlange, um auf der Bühne ihren richtigen 60 second pitch loszuwerden.  Friday evening idea selection

Es war richtig ne lange Sitzung! Aber viele gute Ideen. Als nächstes ging das große Gerangel los, wer an was mitarbeiten sollte/wollte. Ich fand eine Idee richtig gut, in der Kurzfassung ging es um das Erstellen von spezialisierten Newslettern auf der Basis von Blog-Artikeln und Twitter-Notizen und weiteren Webinhalten, die schnell automatisch zusammengestellt und dann im Format eines gutaussehenden, schick formatierten Newsletters auf der eigenen Webseite abgelegt oder per Email an einen Verteiler versandt werden können. Richard Luck hatte die ursprüngliche Idee, und am Freitagabend verfeinertwen wir sie gemeinsam. Wir fanden eine nette Sitzecke mit genug Platz an der Wand für unseren Scrum-Zeitplan und die Featureliste. Um Mitternacht waren wir fertig mit dem groben Umriss: WizzyWire erblickte das Licht der Welt! WizzyWire

Richard hatte seine Idee “Noisy Rocket” in seinem 60 second pitch genannt, aber das fanden wir beide zu negativ. Richard registrierte flugs die Domäne und dann gingen erstmal schlafen. Samstagmorgen um 10:00 Uhr ging’s weiter. Richard war schon da in unserer Sitzecke mit seinem schicken Macbook, also ich eintrudelte.

 

 Richard and his fancy Mac  WizzyWire scrum wall bigger

Richard kümmerte sich ganz allein um die Programmierung unserer Idee, da wir nur zu zweit in unserem Team waren. Viele weitere Teams hatten mindestens 5, manchmal sogar 8 Mitglieder. Was mich an dem Konzept interessierte, war, dass man am Sonntagnachmittag im 5 min pitch Finale sowohl den Geschäftsplan als auch die Technologie vorstellen sollte. Also machte ich mich daran, einen Business Model Canvas a la Osterwalder auszufüllen. Sehr nützliches Tool! Am Samstag hatten wir dann auch unser Mission Statement fertig:

Timely, relevant information in

an easy to read and visually exciting format at a fraction of the cost.

VIRTUAL REPORTAGE

Nach stundenlangem Rumgepfriemel mit screen shots und mockups gab ich um 18 Uhr den Geist auf und brauchte erstmal ne Pause. Ich fuhr nach Hause, ging ausgiebig spazieren, machte mir was Leckeres zu essen und arbeitete dann bis 23.00 Uhr weiter. Unsere Präsentation für Sonntagnachmittag war fertig! Sonntagmorgen trafen wir uns wieder um 10.00 Uhr im Amazon-Gebäude. Die Teams waren überall fieberhaft dabei.

Sunday afternoon everybody is working

Unten links Charles Cox (von Xbox) mit seinem Trupp für Centrifuge Games und rechts daneben meine Freundin Marie Hagman mit “I am In!” (super coole Mobile Phone App):

Centrifuge Games  This is the I am In team

Und so ging’s den ganzen Sonntagvormittag weiter. Alle ackerten vor sich hin. Shoshanna war auch da, mit ihrem Team erstellten sie eine Meeting-App (für private Zwecke). Überall wurde geschuftet. Richard war fertig mit unserer Demo, sah alles verdammt gut aus.

Teams working everywhere  Application flow

Wir studierten unsere Präsentation und Demo ein und waren gut vorbereitet. Um 17.00 Uhr nachmittags ging die Show los. Eine Jury von Startupexperten sollte den Gewinner ermitteln. Jede Idee bekam 5 Minuten Sprechzeit. Anstrengend! Es wurden insgesamt 25 Ideen vorgestellt, die das Wochenende von den Freitagabend urspünglich 60 präsentierten Ideen überlebt hatten.

Richard and Christina presenting WizzyWire

Endlich waren wir dran! Unsere Präsi lief wie am Schnürchen, ich sprach, Richard bediente die Demomaschine (seinen flotten Mac).

Es war absolut genial, die ganzen Ideen live auf der Bühne zu sehen: Zum Beispiel die beiden Gymnasiasten, die an Student Navigator gearbeitet hatten, dann das Schachspiel-Puzzle Team, die Personalabteilung “in a box”, die Patent-Such-Idee, der Gewinner “A place for Rover” (online Platzierung des herzallerliebsten Schnuffis, wenn Herrchen und Frauchen in Urlaub gehen), HeartMob, 1TinyStep, dann noch ne total abgedrehte Alarmuhridee (via Handy), eine Cocktail Mixer Mobile App, Centrifuge, I am In, und alle möglichen anderen Ideen. Richtig klasse.

Gelernt hab ich auch einiges:

Wenn man gut mit jemand zusammenarbeitet, kann man sogar zu zweit Unglaubliches an einem Wochenende auf die Beine stellen.

Richard programmierte alles mit Ruby on Rails. Das scheint sehr fix zu gehen, oder er ist selten talentiert. Wahrscheinlich half uns beides.

Erstaunlich, wieviel Infos man in eine 5-Minuten-Präsi pressen kann!

Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn wir auch bei Microsoft solche Methoden ausprobierten.

Richard und ich bleiben in Kontakt und wollen unsere Idee weiter ausarbeiten. Mal sehen, ob wir das auf die Reihe bringen!

Das von mir. Hoffe, bei Euch ist alles im grünen Bereich!

T.

Categories: Seattle, Tech

LeMay Classic Car Museum

Heute ist Sonntag, der 8. Mai 2011, und mit Schrecken stelle ich fest, dass ich seit Monaten nichts geschrieben habe, jetzt aber schnell. Die Entschuldigung: Wir Seattleites waren in einer Art verlängertem Winterschlaf dies Jahr, das Wetter war total daneben, zum Teil ist es auch jetzt noch doof. Windig, regnerisch und noch kein Stück warm. Aber Bäume sind schon seit ein paar Wochen ausgeschlagen, die Stimmung steigt so langsam. Kann ja alles nur besser werden!

Jetzt aber zum LeMay Automuseum: Das besuchten Markus und ich im Februar. Arschekalt war’s in den Hallen, aber die Reise lohnte sich! Außerdem war es nur 50 Minuten per Auto von Seattle, also kein großer Umstand. Hier sind meine Lieblingsfotos von dem Ausflug:

Tucker

Tucker

Wolseley

Wolseley

Austin Healey

Austin Healey

DeSoto

DeSoto

Foff

Bugmobile 1967

Frazer

Frazer

Weiß der Henker

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Halle um Halle mit mehrstöckig gestapelten Fahrzeugen

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Chevy

Noch ein Chevy

Chevy Truck

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Drei Augen!

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Feuerwehrfahrzeuge aller Jahrgänge ohne Ende

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Pompöse Kühlerfiguren

Swan

Und endlich auch ein paar weitere Deutsche: Ein Isetta

Isetta BMW

Noch ein paar VWs

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Und ganz versteckt und etwas verstaubt auch noch ein Tempo Hanseat!

Tempo Hanseat

Und zu meiner großen Überraschung befand sich in der Empfangshalle, in der auch manchmal Veranstaltungen stattfinden, der Schuh mit Hondamotor, von David Crow in Seattle entworfen und geschweißt!  Ich weiß das nur, da meine Freundin Marissa mal jahrelang mit dem zusammen war und immer mit auf diese Autotreffen musste, wo sie dann oben in der Hacke des Schuhs sitzen musste, während er auf dem Festivalgelände ein paar Proberunden zog. Sie sagte, das Ding wäre totaler Wackelpudding gewesen. Hätte ja in Deutschland nie TÜV gerkriegt, näch?

David Crow Shoe

So, genug für heute. Demnächst arbeite ich die letzten Wochen nach. Ein paar schöne Fotos aus Seattles Parks mit Kirschblüte und dergleichen. Gehabt Euch wohl!

T.

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Januar, verpuff Dich!

January 23, 2011 Leave a comment

Es ist Samstagabend, der 22. Januar 2011. Ich sitze an meinem Schreibtisch und stopfe mir gerade das letzte Stück Brownie rein, genieße einen ruhigen Abend mit Katzen auf dem Schoß. Diese Woche war nicht so prickelnd, da ich schon seit letztem Wochenende verdächtig Zahnweh hatte. Verdächtig, da nur schmerzhaft wenn ich etwas Heißes aß oder trank. Kein gutes Zeichen. Vorher war der betreffende Kandidat nämlich nur etwas kälte- und wärmeempfindlich, aber keineswegs unerträglich. Jedenfalls musste ich Donnerstag im Galopp los: Wurzelbehandlung. Ist ja auch immer wieder was schönes. Zumindest wenn danach der Schmerz sofort nachlässt. Noch 3 Tage Antibiotika draufkippen, dann sollte ich wieder im Lot sein. Wei oh wei, das Neue Jahr geht ja prima los. Abgesehen davon keine Klagen, außer seltsamen Wetters. Wir hatten mal wieder eine Schneenacht – wirklich nur eine Nacht. Hier meine Verandadekoration, als der Spuk gegen 22.00 Uhr gerade anfing:

Ducky and Skull

Und eine Stunde später:

Schnee

Im Winter ist es immer herrlich, mal im Seattle Conservatory vorbeizuschauen. In der wunderschönen alten Anlage gibt’s ein Farnhaus, ein Kakteenhaus, und zwei weitere Flügel. Im einen ist eine saisonbedingte Installation zu besichtigen, die sich alle paar Monate ändert. Vor Weihnachten waren es Weihnachtssterne, im Herbst wunderschöne bunte Astern in orange- und rostroten Farben. Ich kann dort zu Fuß hin von meinem Haus, zuerst geht es ordentlich die Treppe hoch:

Treppe

Nach der Anstrengung kehre ich erst einmal in meinem Lieblingscafé Volunteer Park Café ein, wo ich mich oft zum Kaffee und Frühstück mit Arbeitskollegen treffe, die auch in der Nähe wohnen. Das ist immer ein richtig netter Wochenendbeginn, wenn man das gleich am Samstag macht. Erstens verdient man sich das Frühstück, weil man schon die Treppe hochgehechelt ist, zweitens hat man danach genug Kaffee intus, um sich den Rest des Tages munter zu vergnügen. Hier ein paar der schönsten Conservatory-Fotos:

Conservatory

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Misha und Kami geht es gut, sie sind wie immer ein Herz und eine Seele. Besonders and den kalten Tagen kletten sie sehr aufeinander.

Misha und Kami

Kami und Misha pennen

In letzter Zeit haben wir öfter Besuch von einer netten Hündin namens Sheila und ihrem Besitzer Markus. Misha findet Sheila super interessant. Langsam aber sicher gewöhnt man sich aneinander.  Ein paar Nasenküsse fanden schon statt. Aber bis zur waschechten Liebesaffäre ist es noch ein langer Weg…

Sheila is a good girl

Heute war ein ganz milder Januartag und wir drehten ne Runde am Lake Union.

The girls

Houseboats and Gasworks Park

In West Seattle waren wir auch noch, gleich morgens, um bei Bakery Nouveau erstklassige Croissants zum Frühstück zu besorgen und Lattes bei Verité.

Space Needle New Years Eve 2010

Tinas neuer Look 3

Ansonsten ist der Januar wirklich absolut öde. Dunkel, nass, ein paar Tage lang war es auch noch richtig arschekalt. Bei der Arbeit alle lustlos. Meine Mutter beschrieb es in einer Email sehr treffend: „Es ist einfach ein Monat, den man unauffällig durchstehen muss.“ Das stimmt, man ist dauernd versucht, auffällig zu werden. Zum Beispiel an einem verregneten Tag einfach nicht zur Arbeit zu gehen. Anstelle dessen morgens das Geschirr waschen, eine Ladung Wäsche in die Waschmaschine stopfen, das Katzenklo frei kratzen, und dann ab zum Pike Place Market, um dort einen leckeren Latte und einen Croissant zu genießen, Leute zu gucken, Gemüse zu kaufen, vielleicht ein paar frische Garnelen…  und sich dann damit am Abend ein leckeres Abendessen zu zelebrieren. Bei der Arbeit gar nicht Bescheid sagen, und auch am nächsten Tag nicht erklären, warum man nicht erschienen ist.

Ist doch viel schöner zu Hause mit Misha und den Teddybären zu spielen. Sieht man doch.


In meinem Weihnachtspaket aus Dellstedt war ein wunderschöner Roman von einer Französin, Agnès Desarthe,„Mein hungriges Herz“. Gefällt mir ausgesprochen gut. Die Ich-Erzählerin eröffnet ein neues Café in Paris, und man lebt mit ihr in der warmen Welt dieses kleinen Ortes mit den leckeren Dingen, die sie für ihre Gäste fabriziert. Sie hat ein interessantes Verhältnis zur Buchhaltung, gibt viel für umme weg, wenn ihre Gäste ihr nicht gut genug betucht erscheinen (arme Studenten, zum Beispiel). Man hat permanent Hunger beim Lesen. Und ganz nebenbei macht die Autorin treffende Bemerkungen zum Leben, wie man sich so durchschlägt, mehr schlecht als recht, und das man auch einfach mal Glück haben muss, damit auch ab und zu mal was gut gelingt oder einfach nur gut geht. Dem kann man nur zustimmen. In dem Sinne: Frohes Neues Jahr! In einer Woche ist ja immerhin schon mal Februar, da kann es doch nur bergauf gehen.

Innigst,

T.

Categories: Seattle

Fast schon Jahresende!

December 30, 2010 Leave a comment

Heute ist Mittwoch, der 29. Dezember 2010. Ich sitze gemütlich an meinem Schreibtisch, Kamikaze liegt auf dem Korbsessel neben mir. Das ist ihr Lieblingsplatz, wenn ich am PC hocke. Wow, das Jahr ist schon fast zu Ende, ich kann’s gar nicht glauben! Ging ja doch ein bisschen schnell irgendwie. Ich muss direkt mal nachdenken, was ich im November eigentlich alles gemacht habe… Auf jeden Fall war Turkey Day genial, da ich mit Marco und Annie zu Eric und Tracy eingeladen war, die Profiköche sind und dementsprechend den besten Turkey hingelegt haben, den ich hier seit über 17 Jahren in den USA gekostet habe. Star, der Hund von Marco, war den ganzen Abend aus der Tüte, bis er endlich auch ein bisschen davon auf den Teller bekommen hat.

Turkey Turkey turkey turkey

Marco already looks a little scared

The gang

Der erste Gang war übrigens von Marco handgemachte Pasta, so super lecker. Wir konnten am Ende des Abends alle nicht mehr. Dann gab es noch 3 verschiedene Kuchen zu probieren! Stöhn.

First course - Marcos handmade pasta Annie Christina Marco

Das war jedenfalls total nett. Direkt vor Thanksgiving schneite es auch ein paar Tage in Seattle. Der Verkehr kam gleich total zum Erliegen und die üblichen Schlitterpartien fanden an den Hängen statt. Ich ließ meinen VW schön in der Garage 3 Tage lang. Lohnt sich nicht! Hier ein paar Fotos, die ich an den Tagen auf meinem Eck schoss. Das erste zeigt Lake Union im Schnee, das ist mein versteckter kleiner Lieblingspark:

Lake Union 1

Lake Union 2 Neighborhood

Leider sank in der Woche mein Lieblingshausboot, was sich gerade in Renovierung befand. Schade! Im Sommer stand es noch ganz gerade. Inzwischen hat die Polizei alles drumherum abgeriegelt. Der Besitzer scheint sich aus dem Staub gemacht zu haben.

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Im Reitstall ist alles beim Alten – Putzi hat gerade einen body clip bekommen (Komplettschur) und benimmt sich dementsprechend feist. Ist ihr – so meine Theorie – wahrscheinlich zu kalt sonst, deswegen drückt sie ein bisschen mehr als nötig auf die Tube im Moment.

Putzi and Christina blown highlights

Jemand meinte zu diesem Bild: “Wow, this horse has a big head!” Stimmt eigentlich, auf dem Foto sieht ihr Kopf geradezu gigantisch aus.

Letzte Woche war ich vor Weihnachten mit Hannah (Gerrys Nichte) zum Kaffetrinken. Sie ist inzwischen 18 und hat gerade ihr Vorstudium Medizin begonnen. Oder sollte sie doch lieber Fotomodell werden???

Hannah up to something

Christina and Hannah

Im November besuchte ich die Hillside Farm in Issaquah – so ne Art cooles Antiquitätengeschäft, in dem der Besitzer eigentlich gar nichts verkaufen will. Ich hab ihm doch was abgezwackt, siehe weiter unten.

 

Die Stierschädel hatten es mir besonders angetan. So einen wollte ich immer schon mal haben!

Gesagt, getan. Dieses edle Stück ziert nun meine Veranda:

Ich hätte da noch mehrere Dinge kaufen können, aber mein Begleiter fand diesen Laden sehr suspekt und wollte da schnell wieder weg.

 And more tools

Das war jedenfalls ein schöner Ausflug! Und dann war ja letzte Woche auch schon Weihnachten. Diesmal feierte ich wieder bei Bruce und Andy Lorig. Andy ist die Reitstallbesitzerin. Ich war dort schon viele Jahre lang zu Weihnachten, und es ist immer sehr festlich bei den Lorigs. Ich war dieses Mal für grüne Bohnen für 22 Leute zuständig. Zusätzlich machte ich noch einen Porreeauflauf, der fast besser ankam, als die grünen Bohnen. Es gab Roast Beef und geknoblauchtes Kartoffelpürree. Sehr lecker alles. Hier sind Bruce, Andy und ich:

Bruce Andy Christina

Und hier die gute Stube mit dem ganzen Tannenbaumfirlefanz:

Gute Stube

Alter Engel Altes Ornament Fuchs

Wurzel Pferd2

Briefkasten Engel

Pferd1 Pferd3

So, damit seid Ihr erstmal wieder auf dem neuesten Stand, und ich kann beruhigt das Neue Jahr angehen. Gehabt Euch wohl und kommt gut rein!

T.

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Halloween mal wieder

November 1, 2010 Leave a comment

Es ist Sonntag, der 31. Oktober 2010. Morgen ist schon November, grusel. Und die Zeit stellen wir hier in Seattle erst nächstes Wochenende um, also noch eine weitere Woche morgendliche Dunkelheit, ätzend. Aber nicht meckern, heute war ein sauguter Tag mit einem morgendlichen Ausritt im Wald und anschließendem Verzehr meines Lieblingsfrühstückssandwiches im Volunteer Park Café mit einem perfekten Latte dazu. Abends begleitete ich wie immer Uli und Co beim alljährlichen Trick & Treat in Ravenna. Zum Glück war es weder kalt noch nass, also amüsierten wir uns bestens. Hier erstmal die besten Kürbisse des Abends:

Kürbiscollage

Wir stießen unterwegs auf Zakiya mit ihrem netten Golden Retriever, der sich heute selbst and der Leine ausführte:

Selbst ist der MannTrick and Treat 2

Trick and Treat 3Trick and Treat

Danach musste erstmal die Ausbeute eingehend untersucht werden. Keiner wollte die Teile mit Erdnussbutter.

Arranging the mess

Ein richtig schöner Tag! Meine japanischen Ahornbäume leuchten bei dem hübschen Herbstlicht in den besten Farben. Ein paar Tage noch, dann versinken wir hier in den Fluten. Ich spür es schon kommen.

Maple tree Lakeview

Gehabt Euch wohl!

T.

P.S.: Später sind mir noch ein paar lustige Fotos von der Halloweenparty unter die Finger gekommen, auf der ich mit Annie und Marco war:

annie marco christina

Zwei Frida Kahlos:

fridas

Bill Flora auch mit von der Partie:

bill teeth

Annie und Anita Goodman:

Christina Halloween 2010 Annie & Anita Goodman

medusa mohawk dog

Meister Proper:

hal marco annie

vampire

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